Projekte und Gedanken

Zwischenräume sind die Momente, in denen sich etwas verändert.
Nicht laut, nicht geplant, sondern leise und oft nebenbei.

Hier finden sich Projekte, Gedanken und persönliche Beobachtungen rund um Räume, Ordnung und Alltag. Es geht um das, was entsteht, wenn wir loslassen. Wenn Dinge ihren Platz finden. Wenn Klarheit langsam Form annimmt. 

Manche Texte erzählen von umgesetzten Projekten, andere von kleinen Erlebnissen, die erst im Nachhinein Bedeutung gewinnen.

Gemeinsam ist ihnen der Blick auf das Dazwischen, auf jene stillen Übergänge, die verändern, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. 

Diese Seite ist ein Raum für Entwicklung, Reflexion und Ordnung.

Ankommen und Ausrichten

Januar 2026

Der Januar ist kein Neubeginn im klassischen Sinn. Er fühlt sich eher wie ein Übergang an. Das Alte ist noch spürbar, das Neue noch nicht ganz greifbar. Genau darin liegt seine Qualität.

Nach dem Loslassen im Dezember entsteht oft etwas Unerwartetes. Raum. Nicht nur in den Zimmern, sondern auch im Inneren. Feng Shui setzt hier nicht mit Regeln an, sondern mit Aufmerksamkeit. Mit der Frage, wie sich ein Raum jetzt anfühlen darf.

Während ich diesen Text schreibe, zeigt sich dieser Gedanke ganz konkret. Heute habe ich ein Lowboard abgeholt, ganz in der Nähe meines Zuhauses. Nicht neu, sondern gebraucht.

Schon lange hatte ich den Wunsch nach einem geschlossenen Möbelstück für mein Büro. Für Dinge, die mich in meiner Arbeit begleiten und die ich für die Feinplanung benötige.

Und dann war es plötzlich da. Gefunden, kontaktiert, abgeholt. Ohne lange Planung. Genau im richtigen Moment.

Vielleicht beschreibt das den Januar besser als jede Zielsetzung. Wenn wir Platz schaffen, beginnen Dinge, sich zu ordnen. Nicht aus Druck heraus, sondern aus einem inneren Einverständnis. Entscheidungen fühlen sich leichter an. Bedürfnisse klarer.

Feng Shui im Januar bedeutet für mich nicht, alles neu auszurichten. Es geht eher darum, dem Bestehenden zuzuhören. Zu spüren, wo Licht fehlt. Wo etwas zu viel ist. Wo etwas lange gewartet hat, um seinen Platz zu finden.

Gerade im Alltag, der oft schnell und fordernd ist, dürfen Räume still sein. Sie dürfen tragen, statt zu fordern.

Der Start ins Jahr 2026 muss nichts beweisen. Er darf weich sein. Unaufgeregt.

Vielleicht beginnt er mit einem Möbelstück aus der Nachbarschaft. Mit einem freieren Blick. Oder einfach mit dem Gefühl, dass nicht alles sofort entschieden werden muss. 

Osōji

Der Dezember ist mehr als ein Jahresende. Er ist eine Einladung, innezuhalten und bewusst Platz zu schaffen.

In Japan gibt es dafür ein besonderes Ritual: Osōji. Es bedeutet „grosses Putzen“, meint aber weit mehr als Ordnung im Aussen.

Osōji steht für Loslassen, Wertschätzung und einen klaren Neubeginn. Nicht alles muss perfekt sein. Manchmal reicht ein freier Raum, ein aufgeräumter Tisch oder ein bewusster Moment, um innerlich leichter zu werden.

Du kannst dich achtsam von Altlasten des auslaufenden Jahres lösen und gehen lassen, was nicht mehr zu dir passt.

Diese Inspiration hilft dir, stagnierende Energie zu klären und Raum für neue Möglichkeiten zu schaffen, damit sich dein Zuhause leichter anfühlt und sich deine Räume auf das neue Jahr und deine Wünsche ausrichten können.

Finde hier Vorschläge für kleine Projekte, die du selbstständig bei dir zu Hause umsetzen kannst:

Entrümple deinen Kleiderschrank

Stell dich vor deinen Kleiderschrank, eine Kommode oder dein Dressing und frage dich:

Was ist kaputt?
Was habe ich das ganze Jahr nicht getragen?
Was ist zu gross, zu klein oder passt nicht mehr zu mir?

Alles, was keine Freude mehr macht oder nicht mehr genutzt wird, darf gehen.

Reinige das Innenleben deiner Küche

Wann nehmen wir uns Zeit, Schränke, Schubladen oder den Kühlschrank wirklich von innen zu reinigen? 
Wähle einen Bereich aus, räume ihn komplett aus und reinige die Innenflächen gründlich. 
Bevor du alles wieder einräumst, frage dich: Nutze ich das wirklich? Ist etwas kaputt? Gibt es Vorräte, die aufgebraucht werden sollten? Ist alles praktisch und am richtigen Ort?

Befreie dich von belastender Energie

Mache ein Foto von deinem Eingangsbereich, deinem Wohn- oder Schlafzimmer.

Betrachte das Bild in Ruhe und frage dich: Löst etwas ein ungutes Gefühl aus? Gibt es Bereiche, die immer wieder mit Gerümpel gefüllt sind? Wirkt der Raum harmonisch oder fehlt etwas?

ICH WÜNSCHE DIR EINEN KLAREN UND RUHIGEN ÜBERGANG INS NEUE :-)

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