Projekte und Gedanken

ZWISCHENRÄUME SIND DIE MOMENTE, IN DENEN SICH ETWAS VERÄNDERT.

NICHT LAUT, NICHT GEPLANT, SONDERN LEISE UND OFT NEBENBEI.


Hier finden sich Projekte, Gedanken und persönliche Beobachtungen rund um Räume, Ordnung und Alltag. Es geht um das, was entsteht, wenn wir loslassen. Wenn Dinge ihren Platz finden. Wenn Klarheit langsam Form annimmt. 

Manche Texte erzählen von umgesetzten Projekten, andere von kleinen Erlebnissen, die erst im Nachhinein Bedeutung gewinnen.

Gemeinsam ist ihnen der Blick auf das Dazwischen, auf jene stillen Übergänge, die verändern, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. 

Diese Seite ist ein Raum für Entwicklung, Reflexion und Ordnung.

Veränderung

März 2026

Irgendwann kommt dieser Moment. Still. Fast unbemerkt. 
Das Kinderzimmer fühlt sich nicht mehr stimmig an. Die Poster passen nicht mehr. Die Farben wirken anders. Das Bett steht noch dort, wo es vor Jahren sinnvoll war.
Und doch steht da inzwischen ein junger Mensch, der beginnt, seinen eigenen Weg zu gestalten. Die Teenagerzeit ist eine intensive und zugleich wertvolle Phase. Gedanken werden klarer. Meinungen gewinnen an Eigenständigkeit. Interessen vertiefen sich. Freundschaften entwickeln eine neue Qualität. Zukunftspläne nehmen langsam Form an.
Es ist eine Zeit zwischen Nähe und wachsender Selbstständigkeit. Mitten in diesem Prozess bleibt der Raum oft noch derselbe. Und genau hier liegt eine Chance. Ein Zimmer ist in dieser Lebensphase weit mehr als ein Ort zum Schlafen. Es ist Rückzugsort. Denkraum. Treffpunkt. Kreativfläche.
Wenn sich ein junger Mensch weiterentwickelt, darf der Raum mitgehen. Nicht inszeniert. Nicht trendgetrieben. Sondern ehrlich und passend. Manchmal zeigt sich der Wunsch nach Veränderung ganz leise. Vielleicht entsteht das Bedürfnis nach mehr Klarheit. Vielleicht wächst der Wunsch nach einem Bereich, der Konzentration unterstützt. Vielleicht darf einfach mehr Struktur einziehen. Diese Signale wahrzunehmen, ist ein wertvoller Schritt.
Struktur bedeutet dabei nicht Strenge. Sondern Orientierung.
Ein Arbeitsplatz, der Fokus ermöglicht. Stauraum, der Übersicht schafft. Eine Möblierung, die Flexibilität zulässt. Farben und Materialien, die Ruhe ausstrahlen. Ein Raum darf funktional sein – und gleichzeitig Persönlichkeit tragen.
Wenn Teenager in Entscheidungen einbezogen werden, entsteht Verantwortung. Sie lernen, Bedürfnisse zu formulieren und Prioritäten zu setzen. Das stärkt Selbstvertrauen und Eigenständigkeit.
Auch für Eltern ist diese Zeit bedeutsam. Es ist schön zu sehen, wie sich Persönlichkeit entfaltet und wie aus Kindern junge Erwachsene werden. Diese Phase kann eine Einladung sein, das Kind in seiner Individualität neu wahrzunehmen – mit seinen Interessen, Gedanken und Zielen, die sich nun klarer zeigen.
Entwicklung zu begleiten heisst, Raum zu geben: für Entscheidungen, für Orientierung und für einen Weg, der Schritt für Schritt sichtbar wird. Ein bewusst angepasstes Jugendzimmer kann diesen Prozess unterstützen. Es signalisiert Wertschätzung. Es schafft Klarheit. Es stärkt Vertrauen. Und gleichzeitig bleibt das Zuhause ein Ort der Zugehörigkeit.
Wenn wir an unsere eigene Zeit als Teenager zurückdenken, erinnern wir uns an Räume, die viel von unserer inneren Bewegung getragen haben. Es war eine Phase des Ausprobierens, des Suchens, des Wachsens. Mit etwas Abstand wird spürbar, wie hilfreich ein klarer, ruhiger Rahmen sein kann – nicht bewertend, sondern unterstützend.
Genau darin liegt die Kraft eines bewusst gestalteten Jugendzimmers. Es schafft Übersicht. Es schenkt Orientierung. Und es gibt Entwicklung Raum.
Vor Kurzem durfte ich ein solches Projekt begleiten. Besonders berührt hat mich, wie klar sich am Ende nicht nur der Raum, sondern auch die Haltung verändert hatte. Mit jeder Entscheidung wuchs Selbstverständlichkeit. Mit jeder Struktur entstand mehr Ruhe. 
Für mich war es eindrücklich zu erleben, wie viel Kraft in einem bewusst gestalteten Umfeld liegt. Und wie sichtbar Entwicklung werden kann, wenn sie auch räumlich getragen wird.

Lichtmess 2026

FEBRUAR 2026

Ich befinde mich gerade in einer Phase des Neuaufbaus. Mein Geschäft ist leise und in Vorbereitung. Es ist eine Zeit, in der sich vieles sortiert – innerlich wie äusserlich. Meine Arbeit richtet sich nach innen, auf Klärung und Ausrichtung. Und genau das entspricht meiner Haltung.
Diese Wochen liegen zwischen Winter und den wärmeren Phasen des Jahres. Eine Zeit, in der Entscheidungen reifen dürfen. Eine Phase, in der sich Ordnung bildet, bevor sie nach aussen tritt. Nicht aus Zurückhaltung, sondern aus Sorgfalt. 
Ich habe eine Aufgabe gefunden, die meine Werte und meine innere Haltung widerspiegelt. Ordnung nicht als Methode, sondern als Ausdruck von Klarheit. Nicht als Eingriff, sondern als bewusste Auseinandersetzung mit dem, was Raum einnimmt – im Wohnen, im Arbeiten, im Leben. Meine Arbeit als Ordnungscoach ist aus diesem Verständnis heraus entstanden. Aus dem Wunsch, Ordnung nicht schneller, sondern stimmiger zu gestalten. Räume nicht zu optimieren, sondern tragfähig zu machen. 
Für Menschen, die reduzieren möchten, um klarer zu leben und Entscheidungen treffen wollen, die Bestand haben. 
Diese Phase ist für mich eine Zeit der Auswahl. Ich prüfe, was bleibt und was abgeschlossen ist. Welche Vorstellungen von Selbstständigkeit leitend sind. Welche Erwartungen ich bewusst nicht bediene. 
Auch das ist Ordnung: Klarheit darüber, was für mich stimmt. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass auf diese Phase die Sichtbarkeit folgt. Nach der Klärung kommt das Zeigen. Ich bereite mich darauf vor, mit meiner persönlichen Marke auf den Markt zu gehen – nicht laut, sondern klar. Nicht breit, sondern verlässlich in dem, wofür ich stehe. 
Diese Bewegung zwischen Innenschau und Präsenz ist Teil des Prozesses. Sie erlaubt Ruhe und verlangt zugleich Bereitschaft. Beides gehört zusammen. Hier beginnt für mich die eigentliche Arbeit.
Foto von Annie Spratt auf Unsplash
Ankommen und Ausrichten

JANUAR 2026

Der Januar ist kein Neubeginn im klassischen Sinn. Er fühlt sich eher wie ein Übergang an. Das Alte ist noch spürbar, das Neue noch nicht ganz greifbar. Genau darin liegt seine Qualität.

Nach dem Loslassen im Dezember entsteht oft etwas Unerwartetes. Raum. Nicht nur in den Zimmern, sondern auch im Inneren. Feng Shui setzt hier nicht mit Regeln an, sondern mit Aufmerksamkeit. Mit der Frage, wie sich ein Raum jetzt anfühlen darf.

Während ich diesen Text schreibe, zeigt sich dieser Gedanke ganz konkret. Heute habe ich ein Lowboard abgeholt, ganz in der Nähe meines Zuhauses. Nicht neu, sondern gebraucht.

Schon lange hatte ich den Wunsch nach einem geschlossenen Möbelstück für mein Büro. Für Dinge, die mich in meiner Arbeit begleiten und die ich für die Feinplanung benötige.

Und dann war es plötzlich da. Gefunden, kontaktiert, abgeholt. Ohne lange Planung. Genau im richtigen Moment.

Vielleicht beschreibt das den Januar besser als jede Zielsetzung. Wenn wir Platz schaffen, beginnen Dinge, sich zu ordnen. Nicht aus Druck heraus, sondern aus einem inneren Einverständnis. Entscheidungen fühlen sich leichter an. Bedürfnisse klarer.

Feng Shui im Januar bedeutet für mich nicht, alles neu auszurichten. Es geht eher darum, dem Bestehenden zuzuhören. Zu spüren, wo Licht fehlt. Wo etwas zu viel ist. Wo etwas lange gewartet hat, um seinen Platz zu finden.

Gerade im Alltag, der oft schnell und fordernd ist, dürfen Räume still sein. Sie dürfen tragen, statt zu fordern.

Der Start ins Jahr 2026 muss nichts beweisen. Er darf weich sein. Unaufgeregt.

Vielleicht beginnt er mit einem Möbelstück aus der Nachbarschaft. Mit einem freieren Blick. Oder einfach mit dem Gefühl, dass nicht alles sofort entschieden werden muss. 

Osōji

Der Dezember ist mehr als ein Jahresende. Er ist eine Einladung, innezuhalten und bewusst Platz zu schaffen.

In Japan gibt es dafür ein besonderes Ritual: Osōji. Es bedeutet „grosses Putzen“, meint aber weit mehr als Ordnung im Aussen.

Osōji steht für Loslassen, Wertschätzung und einen klaren Neubeginn. Nicht alles muss perfekt sein. Manchmal reicht ein freier Raum, ein aufgeräumter Tisch oder ein bewusster Moment, um innerlich leichter zu werden.

Du kannst dich achtsam von Altlasten des auslaufenden Jahres lösen und gehen lassen, was nicht mehr zu dir passt.

Diese Inspiration hilft dir, stagnierende Energie zu klären und Raum für neue Möglichkeiten zu schaffen, damit sich dein Zuhause leichter anfühlt und sich deine Räume auf das neue Jahr und deine Wünsche ausrichten können.

Finde hier Vorschläge für kleine Projekte, die du selbstständig bei dir zu Hause umsetzen kannst:

Entrümple deinen Kleiderschrank

Stell dich vor deinen Kleiderschrank, eine Kommode oder dein Dressing und frage dich:

Was ist kaputt?
Was habe ich das ganze Jahr nicht getragen?
Was ist zu gross, zu klein oder passt nicht mehr zu mir?

Alles, was keine Freude mehr macht oder nicht mehr genutzt wird, darf gehen.

Reinige das Innenleben deiner Küche

Wann nehmen wir uns Zeit, Schränke, Schubladen oder den Kühlschrank wirklich von innen zu reinigen? 
Wähle einen Bereich aus, räume ihn komplett aus und reinige die Innenflächen gründlich. 
Bevor du alles wieder einräumst, frage dich: Nutze ich das wirklich? Ist etwas kaputt? Gibt es Vorräte, die aufgebraucht werden sollten? Ist alles praktisch und am richtigen Ort?

Befreie dich von belastender Energie

Mache ein Foto von deinem Eingangsbereich, deinem Wohn- oder Schlafzimmer.

Betrachte das Bild in Ruhe und frage dich: Löst etwas ein ungutes Gefühl aus? Gibt es Bereiche, die immer wieder mit Gerümpel voll sind? Wirkt der Raum harmonisch oder fehlt etwas?

ICH WÜNSCHE DIR EINEN KLAREN UND RUHIGEN ÜBERGANG INS NEUE :-)

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